Menti - Die verfrühte Anreise am Freitagnachmittag nach Düsseldorf führte fünf Fanclub-Mitglieder zum Auswärtsspiel des VfL Bochum gegen Fortuna Düsseldorf. Teils im Auswärtsblock, teils im Heimbereich wurde das eher schwache Fussballspiel trotzdem mit guter – oder auch weniger guter – Laune verfolgt. Spät am Abend traf noch der Präsident in Düsseldorf ein. Gemeinsam wurde koreanisch gegessen und reichlich getrunken, bevor es zurück ins Hotel ging, um sich für das Spitzenspiel gegen Dortmund zu erholen.
Am nächsten Tag ging es mit dem Zug von Düsseldorf nach Dortmund. Nach Essen, Getränken und einem Spaziergang durch die Altstadt, inklusive christlicher Informationsbeschallung, machten wir uns zu Fuss Richtung Stadion auf. Nichts Besonderes, bis plötzlich von links Fangesänge zu hören waren. Wir liefen dann einige Meter parallel zum Dortmunder Fanmarsch.
Am Stadion angekommen wurde erst einmal getestet, ob jemand ein Problem mit Alkohol aus Flaschen hat. Ergebnis: niemand. Mit guter Laune beobachteten wir noch, wie ein Block gestürmt und anschliessend von den Weisshelmen eingekesselt wurde. Für die Fans im Gästebereich zog sich der Einlass entsprechend in die Länge.
Ich selbst hatte zwei Heimblock-Tickets und deutlich zu viel Apfelwein im Kopf. Also checkte ich zuerst die Sitzplätze ab. Mit weiblicher Begleitung in einem Block voller „Bienen“ zu verweilen, war allerdings riskant. Also suchten wir nach einer Möglichkeit, uns an ein paar Ordnern vorbeizuschleichen. Mit schlechtem Englisch versuchte ich mich als schwedischer Fussballfan auszugeben und höflich zu fragen, ob man das Tor kurz öffnen könne. Ergebnis: negativ. Die Ordner waren erstaunlich aggressiv und überhaupt nicht gesprächsbereit – als würde die Welt untergehen, wenn zwei Leute mehr im Gästebereich stehen.
Also suchten wir uns einen Platz im Bereich nahe des Gästeblocks und schauten von dort das Spiel. Viel gibt es dazu nicht zu sagen, denn der Apfelwein floss weiter, und 1,5 Wochen später ist die Erinnerung entsprechend lückenhaft.
Nach Abpfiff ging es zurück mit dem Zug nach Düsseldorf, wo wir den Abend in der Altstadt ausklingen liessen. Beim amerikanischen Ping Pong zeigte sich: Die Amerikaner können zwar kein Bier brauen, aber Beer Pong haben sie drauf. Es wurde sehr spät, und irgendwann ging es zurück ins Hotel. Am nächsten Nachmittag stand dann der Rückflug nach Zürich an – begleitet von einem ordentlichen Kater.
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